23 Jul 2026
Regulierungsdruck vor der WM 2026 treibt Wettkunden in die Grauzone

Deutschlands lizenzierte Sportwettenanbieter äußern zunehmend Bedenken, dass die bestehenden Vorschriften des Glücksspielstaatsvertrags 2021 Kunden verstärkt zu illegalen Offshore-Plattformen lenken, während die Vorbereitungen auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 laufen, und Branchenschätzungen gehen davon aus, dass das Gesamtvolumen der Wetten während des Turniers über eine Milliarde Euro erreichen könnte, wobei 300 bis 400 Millionen Euro auf unregulierte Seiten abfließen könnten, da eine fünfprozentige Wettsteuer, Einzahlungslimits sowie Einschränkungen bei Live- und In-Play-Wetten den legalen Markt belasten.
Die Position des Deutschen Sportwettenverbands
Der Deutsche Sportwettenverband DSWV hebt hervor, dass das Turnier 2026 einen entscheidenden Test für die Wirksamkeit der aktuellen Regulierung darstellt, weil strenge Auflagen wie die Begrenzung von Einzahlungen und das Verbot bestimmter Live-Wettoptionen die Attraktivität lizenzierter Angebote mindern, während in Juli 2026 Millionen von Zuschauern weltweit Spiele verfolgen und Wetten platzieren werden, und diese Dynamik könnte dazu führen, dass ein erheblicher Anteil der Wettaktivitäten außerhalb der kontrollierten Kanäle stattfindet.
Auswirkungen der Steuer und der Limits auf den Markt
Die fünfprozentige Steuer auf jede Wette kombiniert mit täglichen oder monatlichen Einzahlungshöchstbeträgen sowie dem Verbot von Live-Wetten auf viele Ereignisse schafft für legale Anbieter Wettbewerbsnachteile gegenüber ausländischen Plattformen, die solche Beschränkungen nicht kennen, und Beobachter stellen fest, dass Kunden, die zuvor auf regulierten Seiten aktiv waren, zunehmend auf unregulierte Alternativen ausweichen, weil dort höhere Limits, breitere Live-Optionen und keine Steuerabzüge verfügbar sind, während die Gesamtwettumsätze während der Weltmeisterschaft potenziell Milliardenbeträge erreichen.

Prognosen für das Turnier 2026
Industrieanalysen prognostizieren, dass während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika über eine Milliarde Euro an Wetten platziert werden könnten, doch ein Anteil von 300 bis 400 Millionen Euro könnte auf nicht lizenzierte Anbieter entfallen, und diese Verschiebung wird als direkte Folge der regulatorischen Rahmenbedingungen gesehen, weil die Kombination aus Steuerlast, Einzahlungsgrenzen und eingeschränkten Wettarten legale Angebote weniger attraktiv macht, während Offshore-Plattformen flexiblere Optionen bieten und keine deutschen Vorschriften einhalten müssen.
Die Rolle des GlüStV 2021 im Test
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 bildet die Grundlage für die aktuellen Regelungen, und der DSWV betrachtet die bevorstehende Weltmeisterschaft als wichtigen Prüfstein dafür, ob diese Vorgaben den legalen Markt wirksam schützen oder ob sie durch Abwanderung unterlaufen werden, denn bereits jetzt zeigen erste Entwicklungen, dass Kunden auf Plattformen ausweichen, die weder Steuern abführen noch Limits einhalten, und diese Situation könnte sich bis Juli 2026 weiter zuspitzen, wenn das Interesse an Wetten auf die Spiele steigt.
Zusammenfassung
Die Warnungen der lizenzierten Betreiber konzentrieren sich darauf, dass die bestehenden Auflagen des GlüStV 2021 mit ihrer Steuer, den Einzahlungslimits und den Restriktionen bei Live-Wetten Kunden in Richtung illegaler Anbieter drängen, während die erwarteten Wettvolumina während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ein Volumen von über einer Milliarde Euro erreichen und dabei ein signifikanter Teil auf unregulierte Plattformen entfallen könnte, und diese Entwicklung stellt die Effektivität der deutschen Regulierung vor eine praktische Bewährungsprobe. Quelle